Die Geschichte 

 

Zeitstillstand (2010) vom Dramatiker und Pulitzer Preis Gewinner Donald Margulies ist ein bewegend witzig-pointiertes Stück über Beziehungen, Freundschaften und unseren Umgang mit Geschichten und Bildern aus

Kriegsgebieten, die uns hier in unserer sicheren Welt erreichen.

Im Mittelpunkt des Stücks steht ein Paar. Sarah und James Anfang vierzig, beide Kriegsberichterstatter. Sarah hat sich als Kriegsfotografin einen Namen gemacht, ihr Lebensgefährte James ist freier Auslandsreporter. Die Handlung setzt ein, als Sarah, bei einem Anschlag verletzt, von James zur Genesung nach Hause geholt wird.

 

Wenige Tage später bekommen sie Besuch von Sarahs Redaktor und gutem alten Freund Richard. Er bringt - sehr zum Erstaunen von Sarah und James – seine 25-Jährige neue Freundin Mandy mit. Seine zunächst naiv und oberflächlich wirkende, fröhlich vor sich „hinplappernde“ Freundin lässt sich in ihrer positiven Sicht auf das Leben durch Sarahs Kälte und Zynismus nicht beirren. Die beiden Frauen, Mandy Bloom und Sarah Goodwin bilden gewissermassen zwei Gegensätze von unterschiedlichen emotionalen Konstitutionen.

Die Figuren 

 

Sarah - Kriegsfotografin

“Ich wünschte, ich könnte auch so weinen. Kann ich aber nicht; ich darf es nicht an mich ranlassen... Wie könnte ich dann meine Arbeit machen? Ich würde ja gerne alle Waffen aus der Welt schaffen und alle Kinder retten. Das kann ich nicht. Dazu bin ich nicht da. Ich bin da, um Bilder zu machen.”

 

 

James - Freischaffender Kriegsjournalist

“Ich will mich nicht jedes Mal, wenn ich ins Flugzeug steige, auf eine Mission begeben. Ich habe es nicht mehr nötig, Kugeln auszuweichen, um mich lebendig zu fühlen. Oder über versehrte Leichen zu stapfen. Oder Kindern beim Sterben zuzuschauen.

Ich will Kinder aufwachsen sehen. Unsere Kinder!” 

 

 

Richard - Zeitungsverleger

“Astrid war brillant. Scheiß auf brillant. Ich habe es satt, jeden Mist zu Tode zu analysieren. Vielleicht bin ich mal auf Endlosdiskussionen abgefahren. Jetzt nicht mehr. Zuviel Aufwand. Jetzt weiß ich endlich, was ich möchte: das Unkomplizierte.” 

 

 

Mandy - Eventmanagerin

“Was soll ich mit diesen Informationen anfangen?

Ich: ein einfacher Mensch. Es ist doch nicht so, dass ich irgendetwas tun kann. Ich kriege bloß ein schlechtes Gewissen und danke Gott, dass ich in der Hälfte der Welt geboren wurde, wo die Menschen genug zu essen haben und sich nicht gegenseitig abschlachten.”

 

 

 

Trailer 

Video: Yusef Evans

Gallerie 

Photos: Hannah Markfort - Frauenfeld, Theaterwerkstatt Gleis 5

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